Finstere Abgründe

teilweise tödlich - Band 3

Nichts ist so, wie es scheint, und Saturn dient als Mittel zum Zweck. Dem Morgenmuffel fällt seine Miesepetrigkeit buchstäblich auf die Füße, während ein Sturmtief Ungeahntes aufdeckt. Ein geheimnisvoller Beobachter amüsiert sich beim Verlesen des letzten Willens, während ein Lied von Rio Reiser einem Mann für immer ein Trauma beschert. Freunde und Schrottpressen passen schlicht nicht zusammen. Eine Nachbarschaftswache fördert Überraschungen zutage, und eine Rache übende Tochter weckt die Geister der Vergangenheit in sich. In diesem Sinne vertrauen Sie Ihrem sprechenden Pferd und konsumieren Sie nur den besten Whiskey mit Ihren Liebsten.
Die Autoren laden Sie in ihrem dritten Sammelband zu einer Exkursion in finstere Abgründe ein. Folgen Sie ihnen?

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Publisher: Fehnland-Verlag
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Axel räumt auf

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Sturmtief Axel bescherte der Ostseeküste Anfang 2017 die schwerste Sturmflut seit zehn Jahren. Wer nicht unbedingt auf ein Auto angewiesen sei, sollte es auch tagsüber besser stehen lassen. Von Raureif bis Glatteis sei bei dieser ungewöhnlichen Wetterlage alles möglich, riet die freundliche Radiostimme des NDR ihren Hörern ... … und traf bei Hinrich auf taube Ohren, die nicht etwa seinem Alter zuzuschreiben waren, obwohl er bereits stramm auf die siebzig zuging. Er kannte den Strand wie seine Westentasche und hatte wahrscheinlich schon mehr Stürme erlebt, als diese Radiotante an Jahren zählte. Kurz nach vier Uhr! Wenn er Beute machen wollte, müsste er jetzt langsam aus den Federn kommen. An der Wasserkante entdeckte er zwei wandernde Lichtpunkte. Er blieb stehen und schaltete seine Lampe aus, um die Lage zu sondieren. Zwei Figuren waren bereits am Strand unterwegs. Die eine mit einem Handstrahler, die andere befunzelte mit einer schwächeren Lichtquelle die nächtliche Szenerie und bewegte sich in unregelmäßigen Kreisen um die strahlende Leuchtquelle herum. Aber beide gingen vom Strand weg, auf den felsigen Abhang zu. Merkwürdig! Glücklicherweise schienen sie keine Ahnung zu haben, an welchen Stellen sich der Bernstein normalerweise absetzte, nachdem ihn die See an die Küste gespuckt hatte. Trotz Wellen und Windgeräuschen hörte Hinrich plötzlich Hammerschläge. „Stopp, aufhören. Das ist gefährlich. Mensch, das ist doch viel zu weich, das hat sich doch alles mit Wasser vollgesogen“, wollte Hinrich den Kletterer warnen. Zu spät. Plötzlich lag ein Rumpeln, das Krachen von brechendem Holz, ein Poltern, Rubbeln und Schleifgeräusche wie von einem Dutzend Pressluftbohrern in der Luft.

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Veröffentlicht25. Juli 2019 von m_kracht-2017 in Kategorie "

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