Eiskalte Verbrechen

teilweise tödlich - Band 2

Ist die böse Schwiegermutter wirklich Schneewittchens einziges Problem? Wird die Nichte vom Erbe ihrer verstorbenen Tante assimiliert? Führt ein Todeskuss zum letzten Schlaf in den Tiefen des Winterwaldes und warum versetzen ver-kohlte Fotos eine Polizistin in Panik? Kann sich ein Mörder auf einem ablegen-den Schiff in Sicherheit wiegen, während eine Hundebesitzerin im kalten No-vember einschlägige Maßnahmen ergreift? Eisige Angelegenheiten werden einen Angestellten ganz schön ins Schwitzen bringen, während ein Katzenermittlerduo sich auf die Pirsch begibt.
Möglicherweise werden ihre gewonnenen Erkenntnisse Sie verstört zurücklassen, vielleicht werden Sie Ihnen auch Ihre Auszeit versüßen. Entscheiden Sie selbst und begleiten Sie die Autoren in ihrem zweiten Sammelband auf eine Reise zu frostigen Kriminalfällen.

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Publisher: Fehnland-Verlag
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Eisblumen

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Finstere Träume beutelten ihren Geist. Der Prinz kam zu ihr und rettete sie vor der bösen Königin. Aber wieso holte er sie nicht aus ihrem Gefängnis heraus? Benommen fand sie den Weg zurück in die Wirklichkeit. Schwer hoben sich ihre Augenlider. Ihre Sicht, noch immer verschwommen, hatte sich aber nicht verändert. Noch immer lag sie irgendwo eingesperrt und ihr war eisig kalt. Sie versuchte, sich zu bewegen. Fesseln verhinderten es. Die Erkenntnis traf sie hart, der Albtraum dauerte noch immer an. Sie wollte schreien, den Kopf hin und her reißen, doch stockte sie mitten in der Bewegung. Wieso fehlte dieses Mal die Panik? Ihre Augen auf ein Gebilde richtend, blinzelte sie. So etwas Wunderschönes. Filigrane Strukturen, wachsend, geometrisch perfekt. Fasziniert beobachtete sie diese. Ihr Atem kristallisierte auf der Scheibe, die so nahe vor ihrem Gesicht stand. Müsste sie nicht eigentlich frieren? Sie war anscheinend schon über dieses Stadium hinaus. Bald würde sie wieder schlafen. Für immer. Ihr war es egal. Innere Ruhe durchflutete sie, ihr war, als umspiele eine sanfte Brise ihre Haut. Sie beobachtete weiter die wachsenden Kristalle an der Scheibe. Ihre Lippen formten ein Lächeln. Ihr Blick fokussierte die kleinen Gebilde. Ihr war, als zögen sie sie in sich hinein. Hinein in eine Welt voller Wunder. So war es ihr egal, dass ihre eigene Welt jetzt endete.

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Veröffentlicht25. Juli 2019 von m_kracht-2017 in Kategorie "

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