Helga Jahnel

Helga Jahnel, Jg. 1955, stammt aus Koblenz. Nach dem Studium arbeitete die promovierte Ernährungswissenschaftlerin rund 30 Jahre in der Arzneimittel-Entwicklung für die Pharmaindustrie. Zahlreiche Umzüge und Jobs führten sie nach England und Österreich, bis sie in Ostwestfalen landete, wo sie zwei Jahre an der VHS-Schreibwerkstatt in Soest teilnahm und erste Kurzgeschichten verfasste. Es passierte vor 15 Jahren: Sie hatte ‚Blut geleckt‘, aber erst nach ihrem letzten(?) Umzug nahm ihr Hobby Fahrt auf.

Seit sieben Jahren lebt sie jetzt in einem ostfriesischen Dorf, nahe genug an der Nordsee, um sich das Hirn durchpusten zu lassen und doch so weit davon entfernt, dass sie bei einer Sturmflut keine nassen Füße bekommt. Ein Ehemann und drei Katzen halten sie auf Trab, versuchen sogar manchmal, sie vom Schreiben abzuhalten. Bisher ohne Erfolg! Sie schreibt überwiegend nachts, während der eine Teil ihrer Bande schläft und sich die anderen Bandenmitglieder in ihrem ‚naturbelassenem‘, oder verwildertem, Garten um die Mäuse kümmern. Ihre eigenen Mäuse verdient sich die Autorin inzwischen, indem sie die Manuskripte einiger Kollegen lektoriert.

Obwohl sie sich im realen Leben für recht friedfertig hält, schloss sie sich unmittelbar nach der Gründung, 2015, der AutorenGruppe tödlich an und liefert dort regelmäßig ihre Beiträge ab. Dann gewinnt einmal im Jahr ihre böse Seite die Oberhand, wie die folgenden Titel erahnen lassen:

  • Teilweise tödlich (Bd. 1; 2016): Das Lächeln der Elisabeth
  • Teilweise tödlich (Bd. 3; 2017): Axel räumt auf
  • Teilweise tödlich (Bd. 4; 2018): Darum ist es am Rhein so schön
  • Teilweise tödlich (Bd. 5; 2019): Schnee auf Spiekeroog

Dass sie Humor, Selbstkritik und den Ernst des Lebens zwischen zwei Buchdeckel packen kann, beweist sie in ihrem Debütroman „Schmetterlinge im Oktober“, der im März 2018 im Fehnland-Verlag erschien. Eine deutsch-italienische Liebesgeschichte über zwei reifere Menschen. Beide suchen einen Neu-Anfang, aber die Ideale aus den ‚wilden 68ern‘ sind in die Jahre gekommen, genau wie Maike und Leonardo selbst. Dennoch brodelt es noch tief innen; die Kruste aus Lebenserfahrung und Vorurteilen wartet nur darauf, zu explodieren.

Ein Roman übers Älterwerden, Loslassen und Wiederfinden, der zum Schmunzeln, Träumen und Nachdenken einlädt.

Weitere Informationen finden Sie auf ihrer Homepage: www.helga-jahnel.de

„Darum ist es am Rhein so schön“ aus Band 4:

 © Helga Jahnel

Romantisch und weltoffen liegt sie da, meine Heimatstadt Koblenz. Für den Touristen bietet sie gleichermaßen Sehenswertes aus der Römerzeit und quirliges Großstadtleben. Das Tor zum Mittelrhein erschließt sich am besten bei einer gemütlichen Schiffstour auf Rhein mit einem Glas Riesling, vorbei an zahlreichen Burgen, allesamt umwittert von uralten Sagen.
Aber das Böse macht auch vor dieser Idylle nicht halt.

 © Lothar Spurzem

„Er wurde heute Morgen von einer Joggerin am Schlossgarten gefunden. An dieser Skulptur, du weisst schon. ‚Affection‘. Von wegen ‚Zuneigung‘. Reichlich makaber für einen Leichenfundort.“
Und dann kommt alles noch viel schlimmer.
Aber es gibt sie noch, die Aufrechten und Mutigen, die mitten unter uns leben, obwohl sie am anderen Ende der Welt geboren sind. Und die uns ganz still und bescheiden zeigen, was Zivilcourage ausmacht.
Genau Darum ist es am Rhein so schön.

[Alle Bildrechte dieser Unterseite – sofern nicht anders erwähnt – liegen bei der Autorin.]